Erleuchtung HOCH 2

Der Winter ist nicht meine liebste Jahreszeit. Die Dunkelheit macht träge. Nach der Arbeit schaffe ich gerade noch so den Weg auf die Couch, ein Buch oder eine Serie und schon ist der Tag rum. Dass ich in den letzten Monaten nun einen neuen Job in einer völlig anderen Branche habe und eben auch wie von mir gewünscht mehr Verantwortung, ließ meine Energie fast vollständig während der Arbeitszeit aufbrauchen. Auch wenn mir dieses neue „Ding“ wahnsinnig viel Spaß macht, mit „links“ wuppe ich so eine Herausforderung dann doch nicht. Obwohl die Arbeit nicht weniger werden wird in nächster Zeit (im Gegenteil – ich werde zeitlich befristet noch einen zweiten Standort mit meiner Anwesenheit, meinen Standpunkten, Anweisungen und anderen Perspektiven beglücken, die hoffentlich die erwünschten Erfolge bringen…). Um so mehr Priorität hat deshalb ab sofort das „Abschalten“ für mich. Ich gelobe also Besserung, mich hier und in der Natur öfter rumzutreiben 🙂 .

Wer viel arbeitet, hat dabei sicher auch schon bemerkt, dass ihm der „erdige-sinnliche“ Kontakt zum eigenen Körper oder der Natur abhanden kommt. Mir geht es jedenfalls so. Erst recht im Winter. Was mir fehlt, ist SONNE. Zumal mein Wohnort so nördlich gelegen, dann ja auch nochmal fast eine halbe Stunde weniger Licht bekommt, als ein Münchner oder gar ein Dresdner. Letztere sind ja bekanntermaßen sowieso Frühaufsteher.

Vergleich:
ein 21. Dezember

Sonnenaufgang in der schönsten Stadt der Welt 08:34 Uhr
Sonnenuntergang 16:02 Uhr

Sonnenaufgang am selben Tag in Dresden 08:06 Uhr
Sonnenuntergang 16:00 Uhr

Sonnenaufgang in München 08:02 Uhr
Sonnenuntergang 16:22 Uhr

Das ist ganz schön unfair. Ich könnte ja umziehen…äh NÖ!

Das mit der Sonneneinstrahlung, besser dem Winkel der Einstrahlung sorgt übrigens hier oberhalb des 40.ten Breitengrades dafür, dass die Natur im Winter ruht. Kurz: ES WÄCHST NICHTS. In meinem Beitrag vom 23. November hatte ich zwar auf das Gegenteil gehofft, musste mich aber nach der Lektüre von Fachliteratur und meinen eigenen Beobachtungen geschlagen geben. Klar, es gibt Pflanzen, die im Winter beerntbar sind, mit Frost noch besser schmecken. Es überstehen sogar mehr Pflanzen Fröste, als man bisher angenommen hat – dazu in einem späteren Beitrag mehr. Und bestimmte Saat, die im Herbst ausgebracht wird, gibt im zeitigen Frühjahr um so mehr Gas beim Wachsen. Also DARAUF hoffe ich definitiv weiterhin mit meiner Aussaat. Trotz allem fehlt eben die Sonneneinstrahlung. Dass das bei Pflanzen so ist, darüber belehrte mich die Fachliteratur. Meinen 2. HEUREKA-Moment (Achtung: Scorpion-Insider) hatte ich dann aber erst, als mir klar wurde, dass wir – als Menschen- ja ähnlich funktionieren. Gut, es wäre jetzt seltsam, hier von Photosynthese zu schreiben 😉 .

Unser Körper benötigt etwas ähnliches – Vitamin D . Das ist nicht wirklich ein Vitamin. Der menschliche Körper ist wie ein Motor. Viele Vorgänge laufen hochkompliziert ab. Und wie beim Motor macht es etwas aus, welchen Kraftstoff (Nahrung) man ihm zuführt und welches Motorenöl man verwendet. In diesem Fall ist das Vitamin D das Motorenöl. Das aber nur zwischen April und September durch den Aufenthalt in der Sonne gebildet werden kann – wegen des TADAAAA Sonneneinstrahlungswinkels. Und dann auch nur, wenn man Arme und Beine „frei“ läßt und keinen Sonnenschutz über 8 nutzt. Fehlt dieses Vitamin/Enzym, kann der Körper kein Calzium aufnehmen. Es treten Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Depressionen auf und das Immunsystem ist geschwächt. (Sogar Knochenschwund kann die Folge sein, aber ich mag grad nicht den Teufel an die Wand malen, da ich sowieso zeichnerisch unbegabt bin).

Also die meisten Infektionskrankheiten treten im Herbst und Frühjahr auf. Gerade rollt wieder die Grippewelle an. Ich bin gespannt. Seit einiger Zeit supplementiere ich. Wird es mich treffen? Wir werden sehen.

Ich wünsche uns allen, dass wir diese letzten grauen Wintertage gut überstehen – es riecht ja schon ein wenig nach Frühling.

Und einen Song gibts auch dazu ❤ – Fenster und Anlage auf !

 

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mitzi Irsaj sagt:

    Obwohl ich in München mehr Tageslicht abbekomme, warte ich jetzt auch auf den Frühling. Heute roch es das erste mal danach. Nach all dem Schnee ein schöner Duft.

    Gefällt 1 Person

  2. Der Thomas sagt:

    Tja das mit dem Umziehen… überleg Dir’s doch nochmal. Kraichgau am 21.12.:Sonnenaufgang 8:16 Sonnenuntergang 16:28.
    Wieso Dresden? 🤔

    Das mit der Grippe: Ich zum Beispiel habe mir aus Amsterdam eine feine, kleine Grippe oder noch schlimmer, einen Männerschnupfen mitgebracht, der meinen Tatendrang sehr stark gebremst hat… aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass es wieder aufwärts gehen könnte…
    Der Song ist Klasse!
    Danke hierfür ❤️

    Liebe Grüsse
    Thomas

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  3. Flowermaid sagt:

    … deine Beine sind seid letztem Sommer doch quasi Vitamin D Tanker… aber vermische doch bitte nicht Rost (-en) mit Brauner Soße… Geduld bitte… bei mir im Geheimen Garten habe ich schon eine blühende Kokussdecke…

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